massageunterwegs

massageunterwegs Wohlfühlen vor Ort
13. Februar 2016 Rieke
In Blog

 Massageunterwegs – Wohlfühlen vor Ort

2005. Ein nasskalter Tag im November. Aussendreh für „Berlin, Berlin“ im Stadion Alte Försterei. Als Filmschaffende in der Regieabteilung stehe ich ca. 10-12 Stunden bei ungemütlichen Temperaturen von um den Gefrierpunkt am Set. Ein 2,5 kg schweres Drehbuch auf dem Arm. Die idealen Voraussetzungen für steinharte Muskeln in Nacken und Schultern sowie damit verbundene Beschwerden wie zum Beispiel ständige Kopfschmerzen.

Behandlung jetzt und hier sehnlichst erwünscht

Nicht nur 1x war an solchen und ähnlichen Tagen der Wunsch riesig mich in der Mittagspause, anstelle des obligatorischen Caterings, behandeln zu lassen. Doch war er auf Grund von logistischen Schwierigkeiten undenkbar.

Kein (geeigneter) Raum weit und breit

Da wo Filmsets aufschlagen sind in der Regel die Räumlichkeiten begrenzt. Die wenigen, die vorhanden sind, werden für andere Gewerke wie Maske, Gaderobe und Aufenthalt gebraucht. Bei Außendrehorten (Wald, Wiese und jwd) ist das noch extremer. Hier sind oftmals gar keine Räumlichkeiten vorhanden. Die Produktion stellt dies in Form von Wohnwagen oder Trailern. Welche natürlich auch nicht mal eben umsonst und nur in begrenzter Stückzahl vorhanden sind.

Und warm & gemüglich soll´s ja auch noch sein

Selbst wenn es denn die Möglichkeit gäbe, dass ein Raum zur Verfügung stände oder ein Plätzchen in irgendeinem Trailer frei ist, sollten auch noch einige andere Aspekte stimmen.

Jeder der schon einmal eine angenehme Behandlung genossen hat, weiß um die Wichtigkeit von Wärme, Behaglichkeit und eine gewisse Sicherung der Intimsphäre. Der Raum in dem behandelt wird sollte also warm, gemütlich und so beschaffen sein, so dass Störfaktoren wie zum Beispiel plötzlich hereinplatzende Teammitglieder ausgeschaltet werden.

Schwierig, schwierig

Eine komplizierte Kiste ist das. Das fängt damit an, dass oftmals die Zeit während der Dreharbeiten gar nicht gegeben ist, nach einem geeigneten Dienstleister zu suchen.

Denn irgendeine mobile Massage eignet sich ja nicht, hauptsächlich wegen der in der Regel nicht vorhandenen Räumlichkeiten. In Ausnahmefällen findet sich vielleicht eine Lösung. Das kann aber dann nur vor Ort und teilweise sehr spontan entschieden werden.

Ich gebe ehrlicherweise zu, dass ich es damals nie versucht habe jemanden zu engagieren. Es war mir zu kompliziert oder ist im Arbeitsumfang am Set einfach wieder untergegangen. Eine Alternative, wie sie mir wünschte, gab es leider nicht.

Ein raumunabhängiger Service

Um den Punkt nicht vorhandener Raum aus dem Weg zu räumen, schwebte mir sehr bald eine Art mobile Behandlungskabine vor. So bequem wie möglich und natürlich wirklich mobil. Irgendwelche Ideen in Richtung Wohnwagen schieden schon im Vorfeld wegen sperriger Unflexibilität aus. Die Bude sollte fahrbar sein, wendig und nicht den Platz eines 5,5 Tonners brauchen. Denn auch der Parkraum ist an den meistens Filmsets eher Mangelware.

Der Busgedanke

Auf diese Anforderungen hin entstand die Idee irgend eine Art von Transporter als mobile Behandlungskabine herzunehmen. Bis auf einige Jahre Motorrad verfügte ich nicht über Fahrpraxis im Straßenverkehr. Also wollte ich mir auf Grund mangelnder Fahrkünste auch kein Riesenschiff à la Wohnhaus oder XXL Sprinter / Transporter zulegen. Ich landete wie es zu erwarten war bei meinem ersten heimlichen Favoriten: Einem VW Bus.

Aber bitte ohne  Hippiestyle

Meine Ausflüge in den Bereich liegen um Jahre zurück. Demzufolge wollte ich mir auch kein solch altes Gefährt ans Bein binden. Hinzu kam, dass ältere Busse wie ein T3 zwar kultig und schön sind aber leider auch vom Boden her nicht plan wegen des hinten verbauten Motors. Da ich aber vorhatte in dem Bus einfach eine Massagebank aufzustellen und nicht erst kompliziert einen planen Boden einzuziehen, schied der Kultbus schon deswegen aus. Auch andere ältere Busse kamen nicht in Frage. Mir war schlicht nicht nach Baustelle.

Etwas jünger darf der Bus schon sein

Also VW T4. Die Suche dauerte nochmal ein viertel Jahr. Gekauft wurde der Bus beim Händler, was teuer war und ich eventuell nicht wirklich nochmal so machen würde. Aber damals wusste ich noch eine Menge nicht (weiß ich heute alles? NEIN!)

Ein wenig Extras noch

Für´s behagliche Behandlunsmobil. Standheizung für die Wärme war ja schon beim Kauf mit eingeplant worden. Stehhöhe sollte die Kabine ja auch noch bekommen. Diese wurde in Form eines festen Hochdaches nachträglich aufgesetzt. Bei Scheibendesign wurde rundum professionell verdunkelt und die Beschriftung aufgebracht.

Das-physiotherapie-mobil lautete der Name Ende 2007. Vor ca. 2 Jahren wurde daraus massageunterwegs. Der Name hält was er verspricht: Massagen unterwegs & raumunabhängig. Alles was wir brauchen ist ein Parkplatz. Der Rest ist an Bord.

Massagunterwegs & blaueperlen

Ich, Ulrike Bender verkörpere beide Gewerke. Auf den ersten Blick vollkommen unterschiedlich. Und doch eng miteinander verbunden. Der Bus brachte mich zum Wassersport und der weiter zum Schmuckdesign und Goldschmieden. Ein ursprüngliches  Hauptprodukt und weiterhin im Shop von blaueperlen vorhanden sind die Accessoires für Surfer. Miniaturboards aus Holzfurnieren als Schlüsselanhänger und Surfbusschmuck.

Massageunterwegs- Seite und Shop

Die Seite zu diesem Blog  ist momentan noch primär eine Art Visitenkarte meines Unternehmens im Netz. Genau wie ich dabei bin real und physisch den vorhandenen Bus aus und umbauen, wächst und verändert sich auch die Seite.

Termine können momentan nur telefonisch bzw. per E-Mail gebucht werden. Hier arbeite ich an der Integration eines Buchungssystems. Zudem können in Kürze über den Shop auch Geschenkgutscheine gekauft werden.

Der Blog

Seit 2007 bin ich mit der mobilen Praxis unterwegs. Das sind nunmehr schon fast 10 Jahre. Zeit in der natürlich eine Menge passiert ist. Gemachte Erfahrungen im Sachen VW Bus, Behandlungsmethoden etc. Ich möchte gern etwas  davon weitergeben und in Form von Blogartikeln darüber berichten. In regelmäßigen Abständen, ohne festes Datum. Ein RSS feed und eine Mailabomöglichkeit wird in Kürze auf der Seite erscheinen. Neuigkeiten gibt es natürlich auch immer auf den einschlägigen Social Media Kanälen.

Auf geht’s! In dem Sinne belasse ich erst mal für heute. Es wartet noch viel Arbeit auf mich. An der Seite und am Bus. Mehr dazu im nächsten Blogpost ungefähr Mitte März.